Arbeitsgespräche in Spanien

20.09.2015

In Madrid, dem Sitz der WKF (World Karate Federation), fanden in den letzten Tagen umfassende Gespräche zum Status der Vorbereitungen von Linz 2016 statt.

Die beiden Vorsitzenden der WM-Organisation, Ewald Roth und Hans Werner Streicher erörterten mit General Manager Francisco Alegrete und Turnierchef Esteban Perez alle großen und kleinen Änderungen, die bei der Heim-WM in Linz - abweichend vom gültigen Reglement - umgesetzt werden. Besonders hilfreich zur Veranschaulichung war ein maßstabsgetreues und in alle Richtungen bewegliches 3D-Modell der TIPS-Arena, das von Salmin Herac vorbereitet und implementiert wurde.

Sehr angenehm beeinflusst wurden die Diskussionen auch durch die Ende September bevorstehende Entscheidung, ob Karate-do bei den olympischen Spielen 2020 in Tokio als Sportart mit dabei sein wird. Eine positive Entscheidung würde der WM in Linz natürlich zusätzlichen Auftrieb, aber auch weitere Herausforderungen bringen - wir sind gespannt auf das Ergebnis.

Die wesentliche Neuerung betrifft den Gesamtzeitplan der Weltmeisterschaft. In Linz wird es erstmals in der WM-Geschichte eine Opening Ceremony außerhalb der Turnierphase geben, die am Abend vor Beginn der Bewerbe in der TIPS-Arena stattfinden wird. Im Rahmen eines großen Konzertes der Anton-Bruckner-Universität mit künstlerischer Begleitung durch die Kunst-Uni Linz und das AEC werden die Nationen mit einer einzigartigen Musik- und Lichtshow willkommen geheißen - es wird ein Abend der Sinne für alle Menschen in der Arena werden. Auch die Closing Ceremony wird vollkommen neu gestaltet und deutlich aufgewertet. Es wird dabei nicht nur die Flaggenübergabe an den nächsten Veranstalter (Peru, 2018) geben, sondern zum Abschluss der WM ein weiteres Feuerwerk der Emotionen als Rei (Dank) an die Gäste und Nationen.

Neu in Linz wird auch die ganzheitliche Inklusion der Bewerbe der Menschen mit Behinderungen sein - Karate-do ist damit eine der ganz wenigen Sportarten, in der Inklusion vollständig und in allen Bereichen umgesetzt wird.

Ein besonders wichtiger Aspekt war das Layout der Arena für das Opening und die Wettkampfphase. Auch hier konnte in nahezu allen Punkten positive Übereinstimmung erreicht werden.

Die wichtigsten Eckpunkte wurden im Rahmen eines Arbeitsessens dem Präsidenten der WKF, Antonio Espinos, vorgestellt, der sich höchst zufrieden über den Status der Vorbereitungen zeigte und Linz 2016 als das innovative WM-Projekt des Weltverbandes bezeichnete.

Der Besuch in Madrid war ein weiterer wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zur WM in Linz - die WKF und wir sind sehr zuversichtlich, dass Linz 2016 eine herausragende Weltmeisterschaft sein wird!